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Behörden beschließen enge Zusammenarbeit im Kampf gegen Clankriminalität

Bild Konferenzteilnehmer
Behörden beschließen enge Zusammenarbeit im Kampf gegen Clankriminalität
Polizeipräsidentin trifft Bürgermeister der Kommunen, den Landrat und Fachleute des LKA

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen: "Eine überörtliche Vernetzung bzw. Verflechtung von Clanmitgliedern ist in unseren Kommunen feststellbar. Auch bei uns leben Clanmitglieder, die durch Straftaten aufgefallen sind, sowohl in unserem Zuständigkeitsbereich wie auch in anderen Polizeibehörden. Für uns ist aber nicht nur wichtig, was wir aktuell sehen. Wir müssen auch das sichtbar machen, was wir zurzeit noch nicht sehen. Deshalb müssen wir auch Einblick in Strukturen bekommen, die zurzeit noch im Verborgenen liegen. Insbesondere die Aufhellung dieser Strukturen stellt uns vor große Herausforderungen".

"Die Situation in unseren Kommunen mag augenscheinlich nicht vergleichbar sein mit anderen Städten. Eine Ausbreitung von Organisierter Kriminalität und eine Verfestigung von kriminellen Strukturen bekämpfen wir bereits im Ansatz. Dazu werden wir alle rechtlichen Möglichkeiten ausnutzen, um die "abgeschotteten Bereiche" zu erhellen. Hierzu ist eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit von unterschiedlichen Behörden und Fachdienststellen erforderlich," so die Polizeipräsidentin weiter.

Hierzu zählen insbesondere Finanzbehörden (Zoll, Steuerfahndung....), kommunale Fachbereiche (Sozialamt, Jobcenter Straßenverkehrsamt, Ordnungsamt, Gewerbeamt....) sowie die Justizbehörden.

Die Bekämpfung von Clankriminalität ist ein weiterer Schwerpunkt der Polizei Recklinghausen. Zur Koordinierung und Abstimmung weitergehender Maßnahmen hatte die Polizeipräsidentin die Bürgermeister bzw. Vertreter aller elf Kommunen, den Landrat und Fachleute des LKA zu einer Sicherheitskonferenz eingeladen. Daneben nahmen hochrangige Vertreter des Polizeipräsidiums teil.

Konkret vereinbart wurde bei diesem Treffen die Einrichtung eines runden Tisches unter Beteiligung aller 11 Kommunen und des Kreises. Durch zentrale Ansprechpartner werden zudem der Informationsaustausch und die Koordinierung von Maßnahmen erleichtert.