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Kontrollen gegen Ablenkung

Verkehrskontrolle
Kontrollen gegen Ablenkung
Ablenkung durch das Nutzen von elektronischen Geräten ist im Straßenverkehr eine große Gefahr. Wer während der Fahrt telefoniert, eine Nachricht tippt oder liest, der erhöht deutlich das Unfallrisiko.

Bei Tempo 50 legt ein Fahrzeug in nur einer Sekunde rund 14 Meter zurück - allein ein Zwei-Sekunden-Blick aufs Smartphone bedeutet also einen Blindflug von fast 30 Metern.

Zur Verfolgung von Handyverstößen und zur Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer führt die Polizei im Kreis Recklinghausen und der Stadt Bottrop regelmäßig Schwerpunktkontrollen  zum Thema Ablenkung durch.

Bei Kontrollen am 16. Februar wurden insgesamt 172 Fahrzeuge kontrolliert. Davon hatten 22 Fahrer bzw. Fahrerinnen das Handy während der Fahrt benutzt. Sechs Personen waren nicht angeschnallt (Verstoß Gurtpflicht), einer war unterwegs, obwohl er keine gültige Fahrerlaubnis besitzt und bei drei Personen besteht der Verdacht, dass sie unter Drogeneinfluss hinter dem Steuer saßen. Ihnen wurden Blutproben entnommen und die Weiterfahrt verboten. Fünf Fahrer sind außerdem aufgefallen, weil sie zum Beispiel über eine rote Ampel gefahren sind und/oder die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erloschen war. Insgesamt wurden 22 Verwarngelder (sonstige Verstöße) erhoben.

Ein 22-jähriger Mann aus Marl hat gleich mehrere Anzeigen bekommen: Er war bei einer Verkehrskontrolle in Marl aufgefallen. Da sich der Verdacht des Drogenkonsums ergeben hatte, musste er zur Blutentnahme mit zur Wache. Dort wehrte er sich vehement gegen die polizeilichen Maßnahmen, beleidigte und bedrohte die Polizeibeamten. Neben einer Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss bekam der junge Mann eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, das Smartphone während der Fahrt immer wegzulegen. "Am Steuer - egal ob als Auto-, LKW- oder Fahrradfahrer - können bereits kurze Momente der Ablenkung lebensgefährlich sein. Nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer", sagt Zurhausen. "Keine Nachricht kann so wichtig sein, dass sie sofort geschrieben oder gelesen werden muss."