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Nicht im „Blindflug“ durch den Straßenverkehr

Ablenkung im Straßenverkehr
Nicht im „Blindflug“ durch den Straßenverkehr
Lassen Sie sich im Straßenverkehr nicht ablenken. Dieser Appell der Polizei an alle Verkehrsteilnehmer gilt an jedem Tag des Jahres. Schon ein kurzer Blick aufs Handy sorgt dafür, dass der Fahrer während dieser Sekunden im „Blindflug“ unterwegs ist. Und das kann schreckliche Folgen haben.

"Viele Fahrzeugführer unterschätzen immer noch die Gefahren, die mit der Ablenkung, z.B. dem kurzen Blick aufs Handy, verbunden sind. Jeder muss sich bewusst machen, dass er durch so ein Verhalten das Leben und die Gesundheit von sich und anderen riskiert", betont Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. "

Eine Sekunde Ablenkung am Steuer bei 50 km/h bedeutet 14 Meter "Blindflug" auf der Straße. Wer bei dieser Geschwindigkeit also 5 Sekunden lang eine Nachricht schreibt, legt in dieser Zeit knapp 70 Meter blind zurück.

Am 16. September beteiligte sich das PP Recklinghausen an einem landesweiten Kontrolltag zur Bekämpfung von "Ablenkung im Straßenverkehr" und machte die Gefahren unter anderem an einem Aktionsstand in Bottrop deutlich. Dort wurde mit ausgerollten Kunststoffteppichen eine 14 Meter lange Fahrbahnstrecke nachgebildet. Zusätzlich wurden darauf realistisch große Figuren aufgestellt, die man während einer Sekunde Blindflug übersehen würde. An diesem Aktionsstand wird vielen Verkehrsteilnehmern erst klar, wieviel innerhalb einer Sekunde im Straßenverkehr passieren kann.

„Jeder verletzte oder gar getötete Verkehrsteilnehmer ist einer zu viel. Der Griff zum Handy am Steuer ist eine bewusste Entscheidung. Diese führt zu einer erheblichen Gefahr für sich und andere Menschen", sagt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Im gesamten Jahr 2019 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen 3.102 Handyverstöße festgestellt. Die hohe Zahl an Verstößen belegt die Notwendigkeit von polizeilichen Kontrollen.

Übrigens: Handynutzung am Steuer kostet 100 Euro und es gibt einen Punkt. Mit Gefährdung sind 150 Euro fällig, zwei Punkte in Flensburg werden verbucht und ein Monat Fahrverbot steht an. Im Falle eines Unfalls müssen 200 Euro gezahlt werden und ebenfalls stehen zwei Punkte auf der "Habenseite", zzgl. einem Monat Fahrverbot. Auch Fahrradfahrer müssen tief in die Tasche greifen: 55 Euro sind fällig, wenn das Handy während der Fahrt genutzt wird.