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Polizei besucht geschichtsträchtigen Ort

Besuch der Villa ten Hompel
Polizei besucht geschichtsträchtigen Ort
Der Besuch der geschichtsträchtigen Villa ten Hompel in Münster ist seit 2016 eine regelmäßige Dialogveranstaltung der Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen mit den Neuzugängen des Polizeipräsidiums Recklinghausen.

Wegen der aktuell geltenden Abstands- und Hygienevorschriften wurden mehrere Termine in kleineren Gruppen mit insgesamt 60 Kolleginnen und Kollegen organisiert. Die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im September 2020 nach ihrer Ausbildung ihren Dienst im Polizeipräsidium Recklinghausen antraten, besichtigten zusammen mit Frau Zurhausen die Ausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“.

Sie informierten sich über die Gräueltaten, die Polizisten im zweiten Weltkrieg begangen haben. Die uniformierte Ordnungspolizei war damals an Verbrechen gegen Juden, Sinti und Roma in Osteuropa beteiligt. Polizisten haben von eigener Hand Menschen gequält und getötet. Auch das Polizeipräsidium Recklinghausen war mit einem Bataillon daran beteiligt.

Die Ausstellung und der Dialog bieten Raum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte und aktuellen Themen. Die ehemalige Fabrikantenvilla in Münster war Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland. Die Ordnungspolizei hat im zweiten Weltkrieg auf grausame Art und Weise tausende Menschen ermordet. Sich diesen abscheulichen Taten aus der Vergangenheit in der Gegenwart zu stellen und sie aufzuarbeiten, ist für das Verständnis und die Entwicklung der Polizei wichtig.

Friederike Zurhausen: „Unsere Polizei ist nur so stark wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst- und verantwortungsbewusst in ihr handeln. Nur wer sich kontinuierlich mit seinem Wertesystem auf der Grundlage unserer Verfassung auseinandersetzt, wird auch seiner Verantwortung gerecht, die er gegenüber den Mitmenschen als Repräsentant des Rechtsstaates und des Gewaltmonopols übernimmt“.

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