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Crash Kurs NRW

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Crash Kurs NRW
In der Veranstaltung Crash-Kurs schildern Polizeibeamte, Rettungssanitäter, Ärzte und Seelsorger von ihren Erlebnissen im Rahmen von schweren und tödlichen Verkehrsunfällen. Mit ihren eindrucksvollen Schilderungen wollen die Beteiligten Schülerinnen und Schüler ab der 10 Jahrgangsstufe für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren.

„Betroffenheit ist keine Schande!“

Mit diesen Worten eröffnet Verkehrssicherheitsberater Udo Grimmelt eine der Crash-Kurs Veranstaltungen des Polizeipräsidiums Recklinghausen. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 wird in der gut 90-minutigen Veranstaltung die Möglichkeit gegeben, die Folgen schwerer Verkehrsunfälle durch Bilder von Unfallstellen und Erfahrungsberichten von Rettungskräften und anderen Beteiligten nachzuempfinden.

„Funktionieren, das müssen wir vor Ort“, beschreibt Mike Huge von der Berufsfeuerwehr Herten: „Checklistenartiges Abarbeiten eines Sachverhaltes, keine Zeit sich Gedanken zu machen über das Schicksal der Unfallopfer und deren Angehörige.“ „Wir haben alle einen beruflichen Auftrag am Einsatzort. Nur die Bilder und erlebten Emotionen können wir nach Dienstende nicht mit der Uniform ablegen“, ergänzte der Notfallseelsorger Frank Rüter in seinen Erfahrungen.

Einige Schülerinnen und Schüler haben vor Beginn der Veranstaltung ihre Lebensträume aufgeschrieben. Im Verlauf der Berichte wird ihnen deutlich gemacht, dass die Lebensträume der Opfer mit dem Verkehrsunfall zerplatzt sind, dass auch sie dieses Schicksal  treffen kann. „Betroffenheit ist keine Schande“ so Verkehrssicherheitsberater Udo Grimmelt. „Sie soll dazu beitragen, den jungen Menschen zu verdeutlichen, dass sie selbst Verantwortung für ihr Leben und das Leben ihrer Mitmenschen im Straßenverkehr übernehmen“.


Start erfolgte im Schuljahr 2012/2013

Seid Beginn des Schuljahres 2012/2013 werden die Veranstaltungen durch die Polizei angeboten. Polizisten des Polizeipräsidiums Recklinghausen, Feuerwehrleute, Notärzte und Notfallseelsorger aus den Städten des Kreises und der  Stadt Bottrop erzählen in diese Veranstaltungen, was sie erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und welche Belastungen durch einen Unfall entstehen können.
 

Der Tod ist immer Scheiße, aber nicht nur für die, die gehen, sondern auch für die, die bleiben

Erstmals wirkte 2017 auch eine Mutter mit, deren Tochter 2011 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Eindringlich und emotional berichtete Heidi Behrend aus Castrop-Rauxel von dem Moment, als sie von dem Schicksalsschlag erfuhr und wie dieser Schicksalsschlag das gesamte Leben des Familien- und Freundeskreises veränderte. „Der Tod ist immer Scheiße, aber nicht nur für die, die gehen, sondern auch für die, die bleiben", so Heidi Behrend. Der besondere Dank des Polizeipräsidiums Recklinghausen gilt an dieser Stelle Frau Behrend und allen anderen beteiligten Akteuren und Institutionen, die diese Veranstaltungen ermöglichen und mit einer hohen Motivation mit Leben füllen!

Wenn auch Sie uns, als verunglückter Verkehrsteilnehmer oder als Angehöriger eines Verunfallten, durch Ihre Schilderungen bei der Kampagne "Crash-Kurs" unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail Adresse: verkehrsunfallpraevention.recklinghausen@polizei.nrw.de

Weitere Informationen und Hintergründe zur Landeskampagne „Crash-Kurs“ finden Sie HIER auf den Seiten der Polizei NRW.